Europäische Forschungsprojekte: Mittel in Höhe von 1,75 Mrd. Euro stehen neu zur Verfügung
30/11/2007
Dieser Artikel basiert auf einer Pressemeldung der Europäischen Union vom 30/11/2007.
Die Europäische Kommission veröffentlicht heute Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für 32 Forschungsbereiche und stellt damit rund 1,75 Mrd. Euro aus dem Siebten Forschungsrahmenprogramm zur Verfügung.
Gefördert werden u. a. Forschungsarbeiten zu Umweltthemen, etwa die Erforschung der Anhebung des Meeresspiegels, der Auswirkungen des Klimawandels auf die Ökosysteme des Arktischen Meeres, der Folgen der UV-Strahlung für die Gesundheit des Menschen und die Modellierung der künftigen Auswirkungen der Energienutzung auf die Umwelt.
In den Bereichen Lebensmittel, Landwirtschaft, Fischerei und Biotechnologie wird zur Einreichung von Projekten aufgerufen, die zu einem besseren Verständnis der Fettleibigkeit führen, sowie zu Vorhaben, die neue Verfahren für die Herstellung sauberer, kohlenstoffeffizienter Biokraftstoffe hervorbringen.
Gelder werden auch für das Marie-Curie-System für den internationalen Mitarbeiteraustausch zur Verfügung gestellt, durch das die Beziehungen europäischer Forschungseinrichtungen mit ihren internationalen Partnern gestärkt werden sollen. Darüber hinaus gibt es spezielle Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für die Forschungszusammenarbeit mit Indien im Bereich der Werkstoffe und mit Russland im Energiebereich.
„In der Forschung haben wir keine Zeit zu verlieren“, erklärte der für Wissenschaft und Forschung zuständige EU-Kommissar Janez Potočnik. „Das EU-Forschungsrahmenprogramm ist 2007 reibungslos angelaufen und hat Forscher in ganz Europa und über Europa hinaus dazu angeregt, in einen Ideenwettstreit zu treten und bei der Bewältigung zahlreicher Herausforderungen zusammenzuarbeiten. Jetzt setzen wir diese Anstrengungen fort und rufen alle Forscher zur Teilnahme auf.“
Die Europäische Kommission, die das Siebte EU-Forschungsrahmenprogramm verwaltet, hat heute Forschern Informationen über Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für 32 Forschungsbereiche zugänglich gemacht. Die Bereiche erstrecken sich von der Umweltwissenschaft bis zum nachhaltigen Verkehrswesen und von der Biotechnologie bis zur Nanotechnologie.
Ein Schwerpunkt des Siebten Rahmenprogramms ist die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit, wobei alle Forschungsbereiche für Partnerschaften auch aus Ländern außerhalb des Europäischen Forschungsraums offen sind.
Überdies gibt es eine Reihe spezieller Tätigkeiten, etwa die gemeinsame Forschung mit Indien in der Werkstoffkunde und mit Russland auf dem Gebiet der Stromerzeugung aus Biomasse und der Ausrüstungen für große Stromsysteme.
Neu ist dieses Jahr das Marie-Curie-System für den internationalen Mitarbeiteraustausch, das dazu dient, Forschungspartnerschaften durch Mitarbeiteraustausch und Vernetzung von Forschungseinrichtungen innerhalb und außerhalb Europas zu stärken.
Ebenso wird der Europäische Forschungsrat seine neue Fördermaßnahme vorstellen, nämlich ein Stipendiensystem, durch das etablierte Forscher zum ersten Mal im Rahmen des Europäischen Forschungsrates gefördert werden.
Gefördert werden des Weiteren Forschungsinfrastrukturen, wissensorientierte Regionen, das Thema „Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft“ und kleine und mittlere Unternehmen.
Ein Netzwerk nationaler Kontaktstellen (http://cordis.europa.eu/fp7/ncp_de.html) hilft Forschern, Gebiete zu finden, die für sie von Interesse sind, und Partnerschaften einzugehen, die in der Regel Voraussetzung für den Zugang zu europäischen Geldern sind.
Informationen zu den Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen siehe: http://cordis.europa.eu/de/home.html.
Informationen über den Europäischen Forschungsrat können unter folgender Internet-Adresse abgerufen werden: http://erc.europa.eu/.
Quelle: Europäische Kommission.